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Bierglas
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Ein Bierglas ist ein TrinkgefÀà aus Glas in verschiedenen Formen, das hauptsĂ€chlich zum Ausschank von Bier verwendet wird. Der Werkstoff Glas ist typisch und namensgebend fĂŒr das Bierglas, zudem kommen transparente lebensmittelechte Kunststoffe fĂŒr solche TrinkglĂ€ser zum Einsatz, beispielsweise wegen der erhöhten Bruchsicherheit im Masseneinsatz zu Volksfesten. Die grundlegenden Formen einiger BierglĂ€ser decken sich mit den aus Steingut gefertigten âtönernenâ BierkrĂŒgen. Das Fassungsvermögen der meisten BierglĂ€ser betrĂ€gt 0,3 Liter oder 0,5 Liter.
Viele Restaurants folgen nicht mehr den lokalen oder regionalen Traditionen, um das typische Glas fĂŒr die Biersorte auszuwĂ€hlen. Andererseits wird durch Markenbindungen von der gebundenen Brauerei das gesamte Zubehör einschlieĂlich passender GlĂ€ser geliefert. Die auf Biersorten bezogenen Formen sollen den besonderen Geschmack der Biere unterstĂŒtzen.
Contents
âą BiermaĂe
âą Sonstiges
âą Literatur
âą Weblinks
âą Einzelnachweise
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Traditionelle GlÀserformen
Aus trinktechnischen GrĂŒnden â Geschmackswahrnehmung und Handhabung â und andererseits aus den regionalen Gewohnheiten bestimmter Biersorten wurden traditionell unterschiedliche Bierglasformen entwickelt oder bevorzugt. Klare Grenzen gibt es keine mehr, weil manche Biersorten und ihre GlĂ€ser ĂŒberregional populĂ€r geworden sind:cite-ref-1[1]
âą Das bayerische Weizenbierglas ist typisch in seiner Form fĂŒr Weizenbier. Das Glas erweitert sich vom FuĂ nach oben und schlieĂt sich zum Rand zu wieder etwas. Mit der weiteren Verbreitung dieser Biersorte kam es bundesweit zum Einsatz.
âą Der doppelkonisch geformte Willibecher fĂŒr Helles ist die Standardform eines schwach-bauchigen Bierglases.
âą Der MaĂkrug fĂŒr Helles wird meist als Literglas (= MaĂ) genutzt und besitzt einen Henkel fĂŒr die bessere Handhabung.
âą Das Bockbierglas ist ein Henkelglas in bauchiger Form.
⹠Ein Deckelglas hat einen am Henkel befestigten glÀsernen oder metallenen Klappdeckel, der verhindern soll, dass (dort wo wegen Nutztierhaltung viele Fliegen in der Luft sind) fliegende Insekten das Bier aufsuchen und verunreinigen.
âą Der Schwarzbierpokal ist ein gestieltes Kelchglas, das fĂŒr Schwarzbier genutzt wird.
âą FĂŒr Exportbier hat sich der Glaskrug eingebĂŒrgert. Er ist mit seiner zylindrischen Form und einem Henkel gut nutzbar und handlich, wenn auch in kleinerer MaĂung als der bayrische (Liter-)MaĂkrug.
âą Das Dortmunder StöĂchen ist ein schlankes, nach oben konisches Bierglas und eine lokale SpezialitĂ€t, in der Exportbier ausgeschenkt wird. Im Original hatte es keinen FĂŒllstrich, das Fassungsvermögen ist nicht festgeschrieben und liegt zwischen 0,1 und 0,18 Litern. Seit 2004 gibt es einen FĂŒllstrich bei 0,1 l.cite-ref-2[2]
âą Das ortstypische Kölsch wird in der Kölner Stange ausgeschenkt. Die Kölschstange ist ein zylindrisches Bierglas. Das kleine BiermaĂ fĂŒhrt dazu,cite-ref-3[3] dass es schneller ausgetrunken ist und so öfters nachgefĂŒllt wird.cite-ref-4[4]
âą Im benachbarten DĂŒsseldorf wird der meist zylindrische, mitunter leicht konische Altbierbecher fĂŒr das DĂŒsseldorfer Alt genutzt.
âą Die Bierkugel fĂŒr Exportbier ist ein geschwungenes Glas, das auf einem Stiel einen kugeligen nach oben öffnenden Inhalt besitzt.
⹠Im Hannover-Tönnchen, einem konischen Glas, wird Pils ausgeschenkt.
âą Der Bockbierkrug ist hier eine gröĂere Fassung eines zylindrischen glĂ€sernen Krugs mit Henkel.
⹠Die Berliner Weisse benötigt eine Berliner-Weisse-Schale, eine halbkugelförmige Schale mit langem Stiel.
Weitere GlÀserformen
Nach seinem Erfinder Willy Steinmeier benannt ist der doppelkonige, nach oben leicht bĂ€uchig werdende Willybecher. Er ist seit der Erfindung 1954 das deutsche Standardglas fĂŒr den ĂŒblichen Restaurantausschank und den Hausgebrauch. Speziell im Restaurantbetrieb haben diese dĂŒnnwandigen GlĂ€ser den Vorteil, dass sie bei geeigneter Stand- und Formfestigkeit nach dem warmen SpĂŒlbad schneller auskĂŒhlen, um das frische Bier aufzunehmen.cite-ref-5[5] Schwere, weil dickwandige glĂ€serne (oder irdene) Humpen besitzen dagegen den Vorteil, im Betrieb bruchfester zu sein. Mit einem Henkel zur besseren Handhabung ist die Bezeichnung Henkelglas gelĂ€ufig, andere Namen sind in Ăbereinstimmung mit den TonkrĂŒgen Bierkrug oder Bierseidel.
Neben den durchgehenden Bierbechern sind die gestielten GlĂ€ser eine weitere Gruppe von Glasern. Diese sind zum Schwenken geeignet, wobei die Blasenbildung angeregt wird, um die Bierblume aufzufrischen. Grundform ist die Pilstulpe mit einer langen Schale auf einem relativ kurzen Stiel und einer Blume Ă€hnlichen Form. Der Bierkelch, ein Glas fĂŒr edle Biere und den Biersommelier, besitzt ein breiteres und kĂŒrzeres Oberteil auf einem lĂ€ngeren Stiel. Das Nosing-Glas (Bierschwenker) mit seiner groĂen breiten Schale auf einem kurzen Stiel wird besonders fĂŒr dunkle (also malzige) und andere Spezialbiere eingesetzt, die mit ihrer Konsistenz geschĂŒttelt werden. Der Bierpokal ist das kurzstielige Bierglas mit einer langen, meist konischen Schale und eignet sich besonders fĂŒr Pilsner und stark gehopfte Biere. Die Bierkugel besitzt auf einem StielfuĂ einen (unten) kugelförmigen Teil, der sich nach oben öffnet, und ist gleichfalls zum Schwenken geeignet. Die dem Sektglas Ă€hnliche Bierflöte hat eine schmale, lange obere Schale auf einem StielfuĂ und wird fĂŒr wird fĂŒr kleinere MaĂe oder edlere Biere genutzt, wodurch dennoch ein volles Glas angeboten wird.
Eine lokale Form bildet der TĂŒbinger Bierseidel und die abgeleiteten Formen. Im englischsprachigen Raum wird das Pintglas in zylindrischer oder konischer Form genutzt, das ein Pint Bier aufnimmt. Der Stiefel ist ein hohes GlasgefÀà in Form eines Stiefels in Gebrauch,cite-ref-6[6] das fĂŒr Trinkspiele und als Attraktion beim Trinkgelage genutzt wird. Neben diesen Begriffen sind gesondert in der Schweiz die Bezeichnungen Herrgöttli, KĂŒbli und Rugeli verbreitet. Der Augenkanne geben runde Einbuchtungen auf der GlasauĂenseite des MaĂkrugs ihre Bezeichnung. Es ist eine traditionelle Glasform, wobei der Begriff âAugenkannâ in Ăsterreich und Bayern ĂŒblich ist. An sich tritt diese Verzierung eher auf bauchigen GefĂ€Ăen auf. Vorzugsweise auf zylindrischen Bierseideln (HenkelglĂ€ser, BierkrĂŒge) existieren verschiedene Formen von LĂ€ngsrillen, gerundet oder erhaben in verschiedener Breite, die der StabilitĂ€t des GefĂ€Ăes dienen sollen und einen optisch besseren Eindruck geben.
In neuerer Zeit werden von Brauereien marktorientierte GefĂ€Ăformen mit besonderem Design als Alleinstellungsmerkmal entwickelt. Beispiel fĂŒr die Aufnahme von Traditionen ist das Segelglas fĂŒr (norddeutsches) WeiĂbier aus der Stralsunder Störtebeker Braumanufaktur. Dieser segelförmig (spinnakerartig) gebogene leicht konische Bierbecher wird beworben als das âWeiĂbierglas fĂŒr den Nordenâ.cite-ref-7[7] Die Tradition des Piraten Störtebecker wird hier mit der Segelschifffahrt verbunden. Neben dem Produktdesign musste bei der Entwicklung auf die Eignungsform fĂŒr das GetrĂ€nk Bier geachtet werden.
Es werden verschiedene Bauchformen oder Gravierungen entwickelt, die das eigenstĂ€ndige Produktdesign unterstĂŒtzen (Geschmack als Form). Ein anderes DesignerstĂŒck ist ein doppelwandiges Bierglas mit luftgefĂŒlltem Zwischenraum, welches das Bier lĂ€nger kĂŒhl halten soll.cite-ref-8[8] Dem Zeitgeist entsprechend und verkaufsfördernd soll das 2013 vorgestellte âOffline-Bierglasâ sein, um auf diese Weise (störendes) Telefonieren beim Biertrinken zu verhindern; es steht wegen einer Stufe im Boden nur mit untergelegtem Smartphone kippfest und gerade.cite-ref-9[9]cite-ref-10[10]
BiermaĂe
Praktische Bedeutung haben die BiermaĂe in der Gastronomie, bei der Glasherstellung und in den verschiedenen Darreichungsformen des Einzelhandels, so bei Multipack oder SechsertrĂ€ger. Die gastronomisch verwendeten BiermaĂe gehen teilweise auf regional unterschiedliche Mess- und Gesetzesvorgaben zurĂŒck. Im gewerblichen Ausschank verwendete SchankgefĂ€Ăe sind mit einem FĂŒllstrich zu versehen, der Hersteller muss die KonformitĂ€t mit den entsprechenden Richtlinien, unter anderem der EuropĂ€ischen MessgerĂ€terichtlinie (MID) erklĂ€ren und nachweisen. Der damit verbundene Aufwand reduziert die verfĂŒgbaren SchankgefĂ€Ăe, die regional zudem auf die jeweilige Biersorte oder das regionale Brauwesen abgestimmt sind. Typische Packmittel und Flaschennormen sind etwa die DIN 6075-2, DIN 6198 sowie die DIN 6199. Im Zusammenhang mit dem vorgeschriebenen FĂŒllstrich gab es Irritationen mit der EU-Behörde zum bayerischen Ton-Bierkrug, in dem der FĂŒllstand von auĂen und wegen des Schaums von oben nicht erkennbar ist.
Je nach Gegend haben sich verschiedene Bezeichnungen fĂŒr GlasgröĂen zum Teil aus traditionellen MaĂeinheiten erhalten. Die MaĂangaben in Ăsterreich kommen insbesondere denen in Bayern sehr nahe. Die Schweiz kennt grundsĂ€tzlich Ă€hnliche Formen fĂŒr BierglĂ€ser wie Deutschland. In der deutschsprachigen Schweiz sind Ăhnlichkeiten zu SĂŒddeutschland (alemannische Gegend), in der Westschweiz eher zu Frankreich aus der RegionalitĂ€t vorhanden. Von deutschen MaĂen unterscheiden sich Schweizer Bezeichnungen mitunter in der GröĂe. Traditionellerweise besteht in der Schweiz ein Zusammenhang von MaĂbezeichnung und Inhalt. In Restaurants gibt es grundsĂ€tzlich Lagerbier oder Spezialbier (Helles), welche in unterschiedlichen GlĂ€sern ausgeschenkt werden.
FĂŒr Luxemburg gibt es den Bezug zu Belgien. Belgisches Bier ist Ă€uĂerst sortenreich und aufgrund des im Rahmen des Vandervelde-Gesetzes von 1919, das den Verkauf von Spirituosen in Bars verbot, tendenziell auch alkoholreicher als in Deutschland. In Belgien sind individuelle Glasformen und -maĂe fĂŒr die unterschiedlichen Biersorten verbreitet, teilweise in Schalenform, teilweise Ă€hneln die verwandten MaĂe auch LikörglĂ€sern und Cognacschwenkern. In (Inner-)Frankreich steht der Weinkonsum im Vordergrund, entsprechend die Bezeichnung «chope».
| Bezeichnung | GröĂe Liter | Region | Anmerkung |
|---|---|---|---|
| Becher | 00 0,2 | DĂŒsseldorf | |
| Becher | 00 0,3 | deutschsprachige Schweiz | Lagerbier |
| Bierlast | | | |
| Canette | 00 0,5 | Westschweiz, insbesondere Freiburg | Angabe fĂŒr Bier im Glas |
| chope | 00 0,5 | französischsprachige Schweiz, Frankreich | im Glasbierkrug |
| ChĂŒbel | 00 0,5 | deutschsprachige Schweiz westlich von ZĂŒrich | |
| ChĂŒbeli | 00 0,3 | deutschsprachige Schweiz | |
| demi | 00 0,25 | Frankreich | als MaĂ von «chope» fĂŒr die GlasgröĂe «halbe=demi chope» |
| demi | 00 0,5 | Belgien | aus demi=halb fĂŒr «œ-chope» |
| Doppelliesl | 00 4,0 | Ăsterreich | studentisches MaĂ |
| Doppler | 00 2,0 | Bayern und Ăsterreich | fĂŒr Bier im Glaskrug, meist unabhĂ€ngig von der Form auch Stiefel genannt, als MaĂ hauptsĂ€chlich fĂŒr Wein genutzt |
| Flasche | 00 0,58 | Ostschweiz | Lagerbier in der Halbliter- bzw. 58-cl-Flasche, prinzipiell ist Flasche ein SchankmaĂ fĂŒr Bier, im Norden Deutschlands wird Weizen als Flasche angeboten, wobei das MaĂ meist als halber Liter vorbestimmt ist. |
| Flöte | 00 0,2 | Köln und Umgebung | |
| FlĂ»te | 00 0,2 | Schweiz â Kanton Wallis | |
| Galopin | 00 0,2 | Frankreich, Genf (Schweiz) | |
| Gambrinus | 00 0,4 | deutschsprachige Schweiz | |
| Glas | 00 0,3 | in der Steiermark | fĂŒr ein kleines Bier |
| Grenadier | 00 5,0 | Ăsterreich | studentisches MaĂ |
| GroĂes | 00 0,5 | Deutschschweiz und Ăsterreich | mitunter auch nur 0,4 Liter, hier bei zwei GlasgröĂen im Ausschank zur Unterscheidung vom âKleinenâ |
| Halbe | 00 0,5 | Bayern, Schwaben und Ăsterreich | im Bierkrug oder Glas in einigen GaststĂ€tten, insbesondere in der MĂŒnchner Region zunehmend auch 0,4 Liter im Bierkrug oder Glas, verminderte GröĂe auch als âPreissn-Hoibeâ (Halbe) oder NogerlweiĂe |
| Halber | 00 0,5 | Norddeutschland | âein Halberâ wird im Norden im Bierseidel angeboten, teilweise ebenfalls nur als 0,4 Liter |
| Half Pint | 00 0,227 | USA | entsprechend dem US-MaĂsystem |
| Half Pint | 00 0,284 | GroĂbritannien, Irland | entsprechend dem UK-MaĂsystem, siehe auch Ladiesâ Pint |
| Herrgöttli | 00 0,2 | deutschsprachige Schweiz | |
| HĂŒlse | 00 0,5 | deutschsprachige Schweiz, Ăsterreich | Angebot von Bier in der Flasche, insbesondere auch fĂŒr Halb-Liter-Dosen benutzt |
| Humpe | 00 0,5 | deutschsprachige Schweiz | im Glasbierkrug |
| Humpen | 00 0,5 | Saarland | ĂŒblich fĂŒr Pilsner |
| Humpen | 00 0,4 | Luxemburg | bis 2005: 0,33 l |
| Humpen | 00 5,0 | Ăsterreich | Bierzapfung meist in der groĂen Form einer Kanne |
| Kattla | 00 0,4 | Raum Coburg | |
| Kleines | 00 0,3 | Deutschschweiz, Deutschland und Ăsterreich | ursprĂŒnglich als Drittelliter, heute auch nur noch 0,2 Liter, der Begriff gilt insbesondere in der Gastronomie zur Unterscheidung vom âGroĂenâ |
| Krug | 00 1,0 | deutschsprachige Schweiz | |
| KrĂŒgel | 00 0,5 | Ăsterreich | im Glas, in Ostösterreich auch als KrĂŒgerl benannt, insbesondere als gerades Bierglas mit Henkel, als MaĂ entspricht es dem englischen Pint. Die Bezeichnung gilt vorrangig fĂŒr Ăsterreich und dort sowohl als gastronomischer Begriff als auch als MaĂeinheit. |
| KĂŒbel | 00 0,5 | westliche deutschsprachige Schweiz, Innerschweiz und Bern | |
| Kugel | 00 0,4 | Berlin | im bauchigen, fast runden Glas |
| Kugel | 00 0,33 | Dortmund | im bauchigen, fast runden Glas |
| KunigundenmaĂ | 00 1,125 | Kronach (Oberfranken) | Historische MaĂeinheit in Kronach, die 1803 durch die Vereinheitlichung von MaĂe und Gewichte in Bayern verloren ging, 2007 zum historischen Stadtfest aber wiederbelebt wurde. [ 12 ] |
| Ladiesâ Pint | 00 0,284 | GroĂbritannien, Irland | in den USA als Half Pint |
| Liesl | 00 2,0 | Ăsterreich | studentisches MaĂ |
| LĂŒtten | 00 0,2 | Schleswig-Holstein | bis zu 0,33 Liter |
| MaĂ | 00 1,0 | SĂŒddeutschland, Franken, Ăsterreich und Deutschschweiz | frĂŒher allgemein das servierte SchankmaĂ eines Bierkrugs oder -glases. Von Region zu Region unterschieden sich die ReferenzmaĂe, bevor 1871 mit der Ăbernahme des metrischen Systems auf â1 Literâ umgestellt wurde (siehe dazu MaĂkrug, Abschnitt Geschichte ). |
| Mini | 00 0,2 | Schweiz, im Besonderen im Wallis | |
| Mini | 00 0,3 | Luxemburg | |
| Molle | 00 0,5 | Berliner Raum | im Glas, meist in Stangenform, auch auf Flaschen gefĂŒllt |
| NöĂel | 00 0,5 | Braunschweig | |
| Patron | 00 0,5 | vorwiegend im SĂŒden Ăsterreichs (KĂ€rnten) | |
| Pfiff | 00 0,125 | Ăsterreich | Der Achtelliter wird auch mit 0,17 Liter fĂŒr œ-Seidel oder â
-KrĂŒgel, im gastronomischen Angebot wiederum meist im 0,2 Liter-Glas |
| Pint | 00 0,568 | GroĂbritannien, Irland, Kanada (offiziell) [ 13 ] | mit dem UK-MaĂsystem verbunden als Imperial Pint |
| Pint | 00 0,473 | USA, Kanada | mit dem UK-MaĂsystem genauer als âUS liquid Pintâ |
| Quartl | 00 0,25 | Bayern | Genutzt wird das MaĂ im Bierkrug oder Glas |
| Rugeli | 00 0,3 | Basel und Umgebung | in einem bauchigen Glas mit Henkel |
| Schimmala | 00 0,75 | Franken | |
| Schnitt | 00 0,3â0,4 | Bayern | Der Schnitt ist kein eigentliches BiermaĂ, sondern ist die Bezeichnung fĂŒr ein schnell eingeschenktes Bier in einem 0,5-Liter-Glas. Der Schnitt wird serviert, ohne dass sich der Schaum vorher setzen konnte. |
| Schoppen | 00 0,25 | Bayern | Bierangebot im Glas |
| Schoppen | 00 0,5 | Pfalz | Der Schoppen wird im Glas angeboten, gilt jedoch vorzugsweise fĂŒr Wein. |
| Seidl | 00 0,3 | (Ost-)Ăsterreich mit Ausnahme von Teilen der Steiermark | in Westösterreich oft auch Seitei oder Seiterl |
| Seidl | 00 0,5 | Bayern | Der Seidl wird im Glas angeboten. |
| Seidla | 00 0,5 | Franken | Ein Seidla wird im Stein- oder Glaskrug serviert und hat dieselbe GröĂe wie die âHalbe (Holbe)â in Altbayern . |
| Spezli | 00 0,33 | Ostschweiz | Der Begriff steht sowohl fĂŒr die Form, als MaĂ aber auch fĂŒr den Inhalt der Flasche âSpezialbierâ. |
| Kölner Stange | 00 0,2 | Köln und Umgebung | Die Stange ist eine spezielle Glasform fĂŒr Kölsch und besitzt das benannte MaĂ. |
| Stange | 00 0,3 | deutschsprachige Schweiz und SĂŒdbaden | Allgemein ist es das MaĂ fĂŒr Lagerbier im Glas. |
| Stange | 00 0,3 | Raum Köln und DĂŒsseldorf | Glasform nicht nur fĂŒr Kölsch, immer als Bier im Glas, oft auch nur 0,2 Liter |
| Potsdamer Stange | 00 0,5 | Raum Berlin/Brandenburg | Glasform fĂŒr die untergĂ€rige Weizenbiersorte Potsdamer Stange [ 14 ] |
| StÀngeli | 00 0,3 | alemannischsprachiger Teil Deutschlands | im Glas, oft auch nur 0,2 Liter |
| Stein | 00 1,0 | Rheinland-Pfalz | zudem Vorgabe fĂŒr die GefĂ€Ăart |
| Stiefel | 00 2,0 | allgemein | als MaĂ auch Doppler genannt Der Bierstiefel gibt mit seiner Form die GröĂe vor, in neuerer Zeit Stiefel in anderen GröĂen. Die Form des Glases stammt von echten Stiefeln, aus denen zur Strafe oder auch als Mutprobe getrunken wurde. |
| StöĂchen | 00 0,1 | Köln und Umgebung | hier fĂŒr Kölsch auf der Glasform basierende MaĂangabe |
| StöĂchen | 00 0,15 | Dortmund | Das StöĂchen ist als MaĂ ein kleines Bier. |
| StĂŒbchen | 00 3,6 | Braunschweig | Das StĂŒbchen fasst etwa 3,6 Liter, ausgeschenkt werden ĂŒblicherweise âviertel StĂŒbchenâ zu 0,9â1 Liter |
| StĂŒpper | 00 0,5 | Sensebezirk | in der Flasche im Kanton Freiburg in der Schweiz |
| Yard | 00 1,136 | GroĂbritannien, Irland | abgeleitete Form fĂŒr â2 Imperial Pintâ |
Siehe auch
:
Fislot
Sonstiges
âą Karaffe: studentische MaĂeinheit; 1,6 â 2,0 Liter
âą SchankmaĂ: alt; 1,069 Liter
⹠Pitcher: Kanne mit einem Fassungsvermögen von 1,8 Litern
Literatur
âą Johannes Riemer: Das Frisch und Voll eingeschenckte Bier-GlaĂ. In allerhand FĂŒrfallenden Begebenheiten denen Curiosen GemĂŒthern zu Sonderbahrer Ergötzligkeit/ Nebst einem Anhang Die Verderbte Jugend genant/ Wie nehmlich dieselbe durch ĂŒbele Auferziehung/ Aufsicht und Nachsehen/ auch verfĂŒhrische Gesellschafft/ endlich ein ĂŒbel Ende nim[m]t / Einem jeden zur Warnung vorgestellet von Michael Kautzschen. Drucker: Christian Gottschick, Merseburg 1685, Digitalisat.
âą Axel Riepenhausen, Julia Brauner: Rund ums Bier. Geschichte und Rezepte. Wolfgang Hölker Verlag, MĂŒnster 1977, ISBN 3-88117-024-3. (Bier und seine Geschichte. Gambrinus â König des Bieres. Das Reinheitsgebot. Gerstenkorn, Gerstensaft, Hopfen und Malz. Biergattungen und -sorten. Bier ist international. Die psychologische Wirkung des Bieres. Wissenswertes ĂŒber Bier. Vom Biertrinken und vom Biertrinker. BierglĂ€ser, -becher und -krĂŒge. Kleines Bier-ABC. Kochrezepte)
âą Thomas Schwerdtfeger: Das Bierglas zwischen Gebrauchswert und Fetisch. In: Wolfgang Ruppert: Chiffren des Alltags. Erkundungen zur Geschichte der industriellen Massenkultur. Marburg 1993, S. 105â124.
âą Heinz Böer (Hrsg.): Rotationskörper: Glocken, Eier und BierglĂ€ser. AppelhĂŒlsen 2001 (=MUED-Schriftenreihe. Graues Material).
âą Franz Schröther: Alte Neuhauser, Nymphenburger, Gerner BierkrĂŒge und BierglĂ€ser. In: Neuhauser Werkstatt-Nachrichten, 11, 2003, S. 34â37, ISSN 1436-5987.
âą Dietrich Mauerhoff: Gepresste BierglĂ€ser aus sĂ€chsischen GlashĂŒtten. In: Jahrbuch Gesellschaft fĂŒr Geschichte des Brauwesens, 2010, S. 175â192, ISSN 1860-8922.
Weblinks
Commons
: BierglÀser
â Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wiktionary: Bierglas
â BedeutungserklĂ€rungen, Wortherkunft, Synonyme, Ăbersetzungen
Einzelnachweise
cite-note-22. â Das âStöĂchenâ hat nun einen FĂŒllstrich. In: Kölner Stadt-Anzeiger, 1. Juli 2004.
cite-note-33. â Kölner Brauerei-Verband e. V.: Kölsch-Konvention. Abgerufen am 2. Oktober 2022.
cite-note-44. â Matt Sweetwood: Beerland. Ausgestrahltes Video auf Phoenix am 26. September 2015, 15:00â16:30
cite-note-55. â Seidel oder Willy: Aus welchem Glas schmeckt Ihr Bier am besten? (Memento des Originals vom 23. MĂ€rz 2014 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprĂŒft. Bitte prĂŒfe Original- und Archivlink gemÀà Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.seniorbook.de: âDie schweren GlaskrĂŒge oder auch Augenkanne wegen ihrer Einbuchtungen genannt, âkriegst du nicht runtergekĂŒhltâ. Frisch aus der SpĂŒlmaschine sind sie noch warm. Sofort fĂ€llt der Schaum zusammen, und wenig spĂ€ter schmeckt das Bier schal, weil der Seidel die SpĂŒlhitze speichert.â
cite-note-66. â Auszug aus: Die Bierballade: die Kulturgeschichte des Bieres. Crago 2004.
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cite-note-111. ZusÀtzlich zum Gerstenmalz wird helles Weizenmalz verwendet. Durch die kalte Brauweise entstehen nicht so blumige Geschmacksnoten wie beim Weizenbier, es bleibt vom Charakter eher ein Pilsner Bier, aber mit einer besonders runden Note. Durch den höheren Spundungsdruck bei der Herstellung ist dieses Bier etwas spritziger und es entsteht mehr Schaum. Deshalb verwendet man zum Ausschank hohe GlÀser, um dem Schaum den nötigen Steigraum zu geben. Diese StangenglÀser gaben dem Bier auch den Namen. Braumanufaktur Potsdam
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